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Bericht Brandübungsanlage
Berichte TRAINING FÜR DEN "HEIßEN" ERNSTFALL

Waldburg (go)

154 ehrenamtliche Einsatzkräfte von 20 Feuerwehren und Werkfeuerwehren der Landkreise Ravensburg und Sigmaringen (BaWü) haben das gezielte Vorgehen bei Brandeinsätzen im Inneren von Gebäuden unter Atemschutz in einer gasgesteuerten Mobilen Trainingseinheit (MTE) der Deutschen Montan Technologie (DMT) GmbH geübt. .Veranstalter waren der Landkreis und der Kreisfeuerwehrverband Ravensburg.

Wenn Feuerangehörige zu einem Brandeinsatz alarmiert werden, ist es ihnen nicht bekannt, was sie genau erwartet. Zeit zum Überlegen bleibt keine. Vor Ort müssen richtige Entscheidungen getroffen werden. Flexible Mannschaften sind gefordert, die sich auf jede Situation einstellen können. Dieses Wissen kann nicht aus Büchern angeeignet werden. Praktisches Training unter Anleitung der DMT-Trainer Peter Kraft und Gerd Kemper, die neben der Trainertätigkeit ihren Einsatzdienst bei den Berufsfeuerwehren Bochum bzw. Dortmund ausüben, machten die Übungseinheiten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Kraft und Kemper haben wesentlich zum Standard der heutigen Technik der Anlage beigetragen.

Was erwartet die Teilnehmer? Zum Auftakt findet eine theoretische Unterweisung statt.

Themen sind:

Physikalische Vorgänge im Brandraum

Flash-over (Präventionsmaßnahmen)

Löschen mit Hohlstrahlrohren

Suchverfahren

Menschenrettung

Einsatztaktisches Verhalten eines Angriffstrupps

Dann geht es in die Praxis. Die in der Theorie erworbenen Kenntnisse werden umgesetzt. Auf dem Programm stehen Einsatzsituationen, die im Realfall in geschlossenen Räumen, wie z.B. in Wohn- und Geschäftsgebäuden zu gefährlichen Konstellationen führen können. Verschiedene Szenarien werden mit Gasbränden simuliert. Vom Bettenbrand, der Menschenrettung mit Brandbekämpfung bis hin zur petrochemischen Anlage mit brennenden Armaturen und funktionstüchtigem Schieber können die fünf Brandstellen der Anlage individuell bestückt werden. Die technische Ausstattung bietet dazu alle Möglichkeiten. Die Betreiber der Anlage erarbeiten ein maßgeschneidertes Übungskonzept für jeden Interessenten, denn „der Kunde ist König“. Und das Ganze natürlich unter Berücksichtigung von Sicherheitsvorkehrungen und Unfallverhütungs-Vorschriften. Seit 2002 wurden allein in Deutschland ca. 4000 Angehörige von Feuerwehren in der Mobilen Trainingseinheit von den 14 Trainern in der Brandbekämpfung verschiedener Schadenslagen praxisnah unterwiesen.

Nach Angaben von Teilnehmern der Veranstaltung im Landkreis Ravensburg hatten die ca. 20-minütigen Durchgänge einen hohen Lerneffekt. Insbesondere für Angehörige von Feuerwehren mit geringen Einsatzzahlen. Eine junge Teilnehmerin nach ihrer ersten „Brandbekämpfung“ im Innenangriff : „Der Respekt vor dem Feuer ist gestiegen. Für mich und andere Teilnehmer war es sicherlich von Vorteil, dass sich die Trainer in unmittelbarer Nähe befanden. Notsituationen und Fluchtwegmöglichkeiten wurden vor der Übung erörtert “

Voraussetzung für die Teilnahme von Feuerwehreingehörigen an der Aus-/Fortbildung in der Mobilen Trainingseinheit ist eine uneingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, abgeschlossene Grundausbildung zum/zur Atemschutzgeräteträger(in) sowie eine aktuelle nach G 26.3 geltende Atemschutztauglichkeit.

Mehrere Monate hatte der stellvertretende Kreisbrandmeister Josef Wurm in die Vorbereitungszeit investiert. Wie groß das Interesse an der Veranstaltung war, zeigt die Tatsache, dass innerhalb von wenigen Tagen nach Ausschreibung alle Plätze vergeben waren. Es wurde eine Warteliste erstellt.

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